Der Vorstand der Landesgruppe Saar des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen empfindet die Ausdehnung der Gewerbesteuer nach den Vorstellungen der Bundesregierung auf die freien Berufe als sehr problematisch. Nach Einschätzungen des Bundesfinanzministeriums sollen Angehörige der freien Berufe inzwischen ihre Tätigkeit in völlig veränderter Form ausüben und sich damit nicht mehr von klassischen Gewerbetreibenden differenzieren können, wonach dann auch eine steuerliche Gleichsetzung gerechtfertigt wäre.
Wir nehmen an, so eine Sprecherin des Landesvorstandes, dass dies in Einzelfällen vielleicht so sein kann, für die meisten Psychologen/-innen weisen wir aber diese Einschätzung des Bundesfinanzministers vehement zurück.
Wir wenden uns als Vorstand der Landesgruppe Saar gegen eine Gleichsetzung von Freiberuflern und Gewerbetreibenden. und betonen stattdessen die traditionelle Differenz zwischen Gewerbe und freien Berufen vor allem in unserer Berufsgruppe. Gerade das besondere Vertrauensverhältnis zum Klienten oder Patienten erlaubt eben sowenig wie die Selbstverpflichtung von freiberuflich tätigen Diplom- Psychologen gegenüber dem Gemeinwohl eine Gleichsetzung von ausschließlich gewinnorientiert arbeitenden Gewerbetreibenden mit freiberuflich tätigen Diplom-Psychologen/innen.